Profil

Alexandra BorchardtAlexandra Borchardt ist eine erfahrene Journalistin, Buchautorin und Beraterin. Sie ist Professorin und Co-Leiterin des Studiengangs Medien.Kultur.Journalismus an der Universität der Künste in Berlin, sowie Senior Research Associate am Reuters Institute for the Study of Journalism an der University of Oxford. Als journalistische Leiterin ist sie außerdem für das Digital Journalism Fellowship an der Hamburg Media School verantwortlich.

Borchardt beschäftigt sich vor allem damit, wie die Digitalisierung die Medien, die Demokratie, die Arbeitswelt und menschliches Verhalten prägt. Ihr neuestes Buch Mehr Wahrheit wagen – Warum die Demokratie einen starken Journalismus braucht erschien im März 2020 im Dudenverlag. 2018 veröffentlichte sie Mensch 4.0 – Frei bleiben in einer digitalen Welt (Gütersloher Verlagshaus).

Für die World Association of News Publishers Wan-Ifra betreut Borchardt als Coach im Table Stakes Europe Projekt die digitale Transformation von lokalen und regionalen Medienhäusern in Europa. Sie unterrichtet „Leadership and Strategy in the 21st Century“ an der TU München. Außerdem ist sie Mitglied und Berichterstatterin im Experten-Ausschuss des Europarats Freedom of Expression and Digital Technologies . Zuvor war sie dort stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Qualitätsjournalismus im Digital-Zeitalter. Sie gehört außerdem dem Committee for Editorial Independence des tschechischen Medien-Konzerns Economia an. 

Alexandra Borchardt schreibt unter anderem für das internationale Meinungsportal Project Syndicate, das Digitalmagazin ada und ist Kolumnistin für Medien und Digitales beim Think Tank Zentrum Liberale Moderne. An der Universität Oxford hat sie zwei Jahre lang als Director of Leadership Programmes Fortbildungen für leitende Redakteure und Medienmanager aufgebaut und geleitet. In der Forschung widmete sie sich den Themen Talent-Management und Vielfalt. Davor war sie mehr als zwei Jahrzehnte lang im tagesaktuellen Journalismus tätig, zuletzt als Chefin vom Dienst der Süddeutschen Zeitung. 

Bei der SZ arbeitete sie zwölf Jahre lang in leitenden Positionen, auch in den Ressorts Innenpolitik und Wirtschaft. Außerdem entwickelte und verantwortete sie das SZ-Wirtschaftsmagazin „Plan W – Frauen verändern Wirtschaft“, das 2016 mit dem Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftspublizistik in der Kategorie „Innovation des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Im Oktober 2015 erschien von ihr die Streitschrift: Das Internet zwischen Diktatur und Anarchie: Zehn Thesen zur Demokratisierung der digitalen Welt (Süddeutsche Zeitung Edition).

Vor ihrer SZ-Zeit hatte Borchardt verschiedene Funktionen bei der Financial Times Deutschland inne, deren Redaktion sie seit Gründung der Zeitung 1999 fünf Jahre lang angehörte. Ausgebildet wurde sie bei der Deutschen Presse-Agentur, wo sie auch Wissenschafts- und Wirtschaftsredakteurin war.

Alexandra Borchardt hält seit 1994 einen Ph. D.  in Political Science von der Tulane University New Orleans. 2013 absolvierte sie das Program for Management Development an der IESE Business School Barcelona. Sie lebt in Oxford und mit ihrem Mann und zwei Kindern im Umland von München.