News Avoidance ist nicht das Problem

Das Thema „News Avoidance“ gehört zu den dankbaren Phänomenen, aus denen jeder die für sich und seine Organisation passenden Schlüsse ziehen kann. Die einen nehmen es als Aufforderung, ihre Nutzenden noch personalisierter, gefälliger oder marktschreierischer zu bedienen – irgendwann werden sie schon hingucken, der Appetit kommt beim Einkaufen. Die anderen treten bewusst auf die Bremse. Die Logik ist jene der Slow Cuisine: Würde man die Kunden nicht rund um die Uhr mit Nachrichten zuballern, sondern nur Weniges aber dafür Gutes anbieten, kämen sie von selbst zurück. Konzepte wie Konstruktiver Journalismus und „Slow Journalism“ ziehen daraus ihre Rechtfertigung. Die Ideologen der politischen Ränder wiederum argumentieren, das Vermeiden der „Mainstream Medien“ sei die logische Folge deren „einseitigen“ Angebots. Sie sprechen dem Journalismus seine Relevanz, Qualität und Legitimität ab und rechtfertigen damit jene mediale Parallelwelt, in die sie verschwinden.

Der kürzlich veröffentlichte Digital News Report 2026 – das alljährlich erscheinende Datenwerk aus dem Reuters Institute in Oxford hatte den Begriff „News Avoidance“ erst populär gemacht – hat, wenig überraschend, einen weiteren Anstieg des bewussten Ablassens von der bürgerlichen Informationspflicht diagnostiziert. In Deutschland vermeiden demnach 72 Prozent der online aktiven Erwachsenen Nachrichten zumindest gelegentlich, im weltweiten Durchschnitt sind es 42 Prozent. Die Gründe bleiben seit Jahren konstant: die deprimierende Weltlage, die Masse, Taktung und Redundanz an Informationen, die fehlende Relevanz fürs eigene Leben, das Empfinden medialer Voreingenommenheit.

Aber muss das die Branche tatsächlich alarmieren? Schließlich kann man „News Avoidance“ auch positiv interpretieren: Nur wer Journalismus konsumiert und sich mit der Weltlage beschäftigt, kann Nachrichten ab und an bewusst vermeiden. Wer sich um den Zustand der Demokratie sorgt, für den muss ein anderes Phänomen relevanter sein:  Der mediale Graben zwischen den Viel-Nutzenden und den Nicht-Nutzenden tut sich laut Datenlage weiter auf.

Zu diesem Schluss kommt man jedenfalls, wenn man ein wenig zwischen den Zeilen liest. Beispiel 1, die Creator Economy: Menschen, die News Creators folgen, sind laut DNR überwiegend nicht etwa solche, die sich bei den traditionellen Medien heimatlos fühlen – so wie es manch ein Geschichtenerzähler aus dem Silicon Valley den Verlagen glauben machen will. Im Gegenteil, es handele sich in großer Zahl um „Heavy User“, die von den herkömmlichen Angeboten nicht genug bekommen und sich zusätzlich bei den Einzelkämpfern informieren oder unterhalten lassen. Beispiel 2, KI-Chatbots: Wer ChatGPT, Claude oder Perplexity nach den Nachrichten fragt, tut das eher, um Inhalte einer Nachricht zu vertiefen, statt den Journalismus-Konsum dadurch zu ersetzen. Auch hier sind also eher Viel-Nutzende statt Vermeider zugange.

Für die Verlage heißt das: So sehr sie auch hoffen mögen, neue Kunden zu erschließen, indem sie zusätzliche Plattformen bespielen, frische Gesichter und Stimmen einsetzen, neue Formate oder Slow-News-Strategien entwickeln, so wahrscheinlich ist es, dass sie sich letztlich mit allen anderen um die Gruppe der Nachrichtenhungrigen balgen müssen. Denn nur die werden im Zweifel für journalistische Angebote zahlen. (Erfreulich in diesem Zusammenhang: In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen ist der Anteil derjenigen, die in Deutschland für Journalismus bezahlen, innerhalb eines Jahres um 7 Prozentpunkte auf 22 Prozent gestiegen, damit ist er doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Bevölkerung.)

Auf der anderen Seite des Grabens stehen diejenigen, um die sich – trotz manch gegenteiliger Bekundung – kaum jemand ernsthaft bemüht, weil das nicht nur unprofitabel sondern selbst bei hoher Investition von wenig Erfolg gekrönt ist. Agnes Stenbom, die im schwedischen Schibsted-Konzern groß geworden und dort das IN/Lab mitgegründet hat, prägte für diese Gruppe einst den Begriff „News Outsiders“. „Outsiders“ unterscheiden sich deutlich von „Avoiders“, weil sie die Relevanz von Journalismus für ihr Leben noch nie erkannt haben. Sie vermeiden News nicht, sie leben einfach ohne – auch, weil sie sich davon nicht angesprochen oder auch „mitgeweint“ fühlen. Wer bei ihnen punkten will, muss sie zunächst einmal ernst nehmen und dann mit Medienbildung ansetzen. Und das verlangt Geld, Fantasie und pädagogisches Geschick.

Das schwedische IN/Lab, wo Jugendliche Nachrichten auch mal als Rap darbieten, ist ein Beispiel dafür, wie Fortschritte möglich sind. In Deutschland hat sich #usethenews einer ähnlichen Aufgabe verschrieben. Aber es ist höchst unwahrscheinlich, dass die derart umworbene Zielgruppe irgendwann ein Medien- statt ein Netflix-Abo abschließen wird. Die Investition fließt hier in die Gesellschaft, nicht in ein Business.

Forscher wie Antonis Kalogoropoulos argumentieren schon länger, dass die Digitalisierung die Journalismus-Nutzung ungleicher gemacht hat: Die Gebildeten greifen auf eine nie dagewesene Vielfalt, Qualität und Tiefe an Angeboten zurück. Die Desinteressierten kommen nicht einmal mehr in der Kaffeepause mit der Boulevard-Zeitung oder vor dem Krimi mit den Abend-Nachrichten in Kontakt, wie das in der analogen Welt häufig passierte.

Wenn Verlage ihre Investitionen in Creators, KI-Angebote oder andere „Innovationen“ gewissermaßen als soziales Engagement verkaufen („Wir wollen alle Zielgruppen erreichen!“), ist das entweder PR, oder sie machen sich etwas vor. Die Medienhäuser alleine können den medialen Graben nicht zuschütten – und angesichts des wirtschaftlichen Drucks, unter dem die meisten stehen, kann man ihnen das kaum vorwerfen.

Dort, wo Geld vorhanden ist, nämlich bei den öffentlich-rechtlichen Medien, fließt der größte Batzen davon in die Versorgung derjenigen, die eh schon genug bekommen: Menschen über 70 werden mit Talkshows derart angefüttert, dass sie gar nichts vermeiden können, solange sie noch vor dem Fernseher sitzen und nicht am Handy. Kanäle wie das digitale ARD/ZDF-Jugendnetzwerk Funk dagegen, die akribisch analysieren, welche Gruppen sie noch nicht erreichen und gezielt Formate für diese entwickeln, können mit den ihnen zugeteilten überschaubaren Beträgen gerade mal Achtungserfolge erzielen.

Die Folge ist ein zweigeteiltes Mediensystem: Auf der einen Seite stehen die kommerziellen Anbieter, die sich einen Verdrängungswettbewerb liefern oder in einer Nische abschöpfen, was abzuschöpfen geht. Fachbriefings, regionale Angebote oder so genannte Community Media für bestimmte Zielgruppen können durchaus florieren. Für diese Häuser ist es Pflicht, sich auf die Bedürfnisse ihrer Nutzenden zu fokussieren – mit allen Wirkungen und Nebenwirkungen. Auf der anderen arbeiten die öffentlich-rechtlichen Häuser an der kaum lösbaren Aufgabe, alle zu erreichen. Wollen sie dieses Versprechen einlösen, ist noch viel Geld umzuschichten. Und außen herum werkelt ein stiftungs- oder staatlich finanzierter Medien-Bildungskomplex, der darum kämpft, in einem zunehmend von (ausländischen) Drittplattformen beherrschten System die Menschen so aufzuschlauen, dass sie die Lust am Selberdenken und -auswählen behalten. Das Bedürfnis nach unabhängiger Information ist nicht genetisch vorgegeben; es muss erlernt werden.          

Diese Kolumne erschien bei Medieninsider am 7. Juli 2026

Gen Z und News: Was junge Menschen vom Journalismus erwarten – eine qualitative Studie

Es gibt viele Annahmen zum Medienkonsum von jungen Menschen – und für die meisten gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Die viel beschriebene Gen Z interessiert sich nämlich durchaus für Journalismus, sie schaut nicht nur kurze Videos sondern vertieft sich gerne in Inhalte, wenn sie sich davon angesprochen fühlt. Dies haben Jana Koch von der Mediengruppe Wiener Zeitung in unserer Studie „Knapp daneben ist auch vorbei“ herausgefunden, die am 8. April 2026 erschienen ist. Jana hat in Österreich mit jungen Menschen und Medienschaffenden gesprochen, ich habe internationale Experten interviewt. Herausgekommen ist ein 150-seitiges Buch (siehe unten). Darin kann man lesen: Die meisten Redaktionen haben durchaus Ideen, wie man junge Leute ansprechen könnte. Aber das Tagesgeschäft ist geprägt von Routinen, die Kolleg:innen im Alter der Zielgruppe kopieren aus guten Gründen das Althergebrachte, statt Neues zu entwickeln, es wird mehr über als mit jungen Menschen gesprochen. Was auf jeden Fall schiefgeht: sich anzubiedern. Das haben uns gleich mehrere Experten gesagt. Cool können junge Leute nämlich selbst. Sie erwarten von Medienhäusern, sie verständlich und zuverlässige darüber aufzuklären, was in der Welt passiert, die Themen können dabei ruhig schwierig sein.  Die Studie kann man in voller Länge hier herunterladen, zum Reinlesen gibt es ein Executive Summary. Und die Experten-Interviews findet man im Wortlaut hier.

 

Junge Nutzer verzweifelt gesucht – sieben Erkenntnisse über eine anspruchsvolle Zielgruppe

Man kennt diesen Satz aus der Redaktionskonferenz. Themenplanung ist dran, und irgendein Chef wirft ihn in die Runde: „Wir müssen mal wieder was für die Jungen machen.“ Ratlosigkeit entweicht den Blicken der Älteren. Vielleicht was über Tik Tok? Über angesagte Musik oder das nahende Abitur? Alle unter 30 gehen vorsichtshalber in Deckung. Besteht doch ihr wichtigster Job darin, ihre Ü40-Vorgesetzten mit klugen Vorschlägen zu beeindrucken, die dann vor allem bei der Ü60-Kundschaft gut ankommen. Sie wollen ja ernst genommen werden.  

Etablierte Medienhäuser und das junge Publikum haben es schwer miteinander. Während die einen nicht ohne die anderen können, weil dies ihren wirtschaftlichen Hungertod zur Folge haben würde, können die anderen sehr wohl ohne vieles, was den Verlagen und Sendern ihr Auskommen sichert: Abos, Apps und Abendprogramm im Fernsehen zum Beispiel. Selbst mit dem Digitalen ist das so eine Sache. Laut Digital News Report 2020 gehen 84 Prozent der unter 25-Jährigen nicht direkt auf die Website einer Medienmarke, sondern informieren sich über das, was Soziale Netzwerke, Suchmaschinen oder Nachrichten-Aggregatoren in ihre Timelines oder per Push-Nachricht auf ihre Bildschirme spülen. In den Strategie-Sitzungen etablierter Medienmarken steht deshalb auf Wiedervorlage: Junge Nutzer verzweifelt gesucht.

Aber wie steht es um den Medienkonsum junger Menschen, was mögen sie, was ignorieren sie, wann schalten sie ein und wann wieder ab? Gemessen daran, wie stark und wie lange das Thema Redaktionen schon beschäftigt, ist die Forschung dazu einigermaßen dünn. Für den deutschen Markt gibt es wichtige neue Erkenntnisse. 

Nachzulesen sind sie in der im April 2021 veröffentlichten Studie „#usethenews“ des Leibniz-Instituts für Medienforschung Hans-Bredow Institut und der Studie zur Medienkompetenz in Deutschland, die im März bei der Stiftung Neue Verantwortung erschienen ist. Daraus und aus zahllosen Gesprächen mit Studierenden verschiedener Fachrichtungen leiten sich ein paar Dinge ab, die Redaktionsstrategen wissen sollten.

Erstens: Tatsächlich brennt bei diesem Thema die Hütte, nicht nur, was die Zukunft der Verlage angeht, sondern auch mit Blick auf bürgerliches Engagement in der Demokratie. Etwa jeder zweite Jugendliche hält es nicht für wichtig, sich über aktuelle Ereignisse zu informieren, so das Forscherteam des Hans-Bredow-Instituts. Die Erklärung liefern es gleich mit: „Bei journalistischen Nachrichten fehlt ihnen oft der Bezug zu ihrem Alltag.“ Es reicht also nicht, schulterzuckend auf den allgemein steigenden Anteil der Nachrichten-Vermeider zu verweisen, der laut Digital News Report international bei etwa einem Drittel liegt. In der jungen Generation ist die News-Abstinenz deutlich ausgeprägter. Wer es ernst meint mit dem Journalismus als Säule der Demokratie, sollte also dringend tätig werden. 

Zweitens: Die Schere zwischen denjenigen, die top informiert und kompetent sind und denjenigen, die sich kaum in der neuen Informationslandschaft zurechtfinden, geht weit auseinander. Waren diejenigen mit niedrigem Schulabschluss früher noch einigermaßen informiert, weil vielleicht hier und da mal eine Zeitung herumlag, man aus Langeweile die Fernseh-Nachrichten schaute oder beim Autofahren stündlich mit Radio-News zwangsgefüttert wurde, lässt sich all das im Zeitalter der maximalen Ablenkungsmöglichkeiten komplett vermeiden. Die Informationslücke, die das Internet eigentlich schließen sollte, tut sich als digitaler Graben zwischen den Gesellschaftsschichten immer weiter auf – wenn nichts geschieht. Die öffentlich-rechtlichen Sender mit ihrem Auftrag, Journalismus für alle anzubieten, haben hier eine besondere Verpflichtung. 

Drittens: Zum Glück interessieren sich viele junge Leute doch für die Welt um sie herum – nur nicht immer für das, was gereifte Politik- und Feuilleton-Redakteure und -Redakteurinnen spannend finden. Diejenigen, die Journalismus mögen, schauen gerne mal bei den Lokalnachrichten rein. Alles, was mit Umweltschutz und Wissenschaft zu tun hat, ist zumindest für die Gebildeteren ein Hingucker. In einer neuen amerikanischen Studie zum Thema Journalismus-Vermeider („The head and heart of news avoidance“) waren es übrigens auch die Themen Gesundheit, Wissenschaft, Umwelt und Lokales, die Nachrichtenmuffel aller Generationen am ehesten interessierten. Redaktionen, in deren informeller Hackordnung nach Innen- und Außenpolitik erst einmal lange gar nichts kommt, werden sich umstellen müssen.  

Viertens: Was alle Nutzer der jüngeren Generationen vereint, ist die Vorliebe fürs leichte Fach. „Lustiges und Sonderbares“ kommt laut der Leibniz-Studie durchweg gut an. Ohnehin ist Humor ein ziemlich sicherer Weg, um bei den Generationen Y und Z Gehör zu finden, das belegen nicht nur Böhmermann und Co.. Aber Achtung, es ist nicht unbedingt die Art von Humor, den eben jene gereiften Führungskräfte mögen. Witzeln auf Kosten von Schwächeren geht gar nicht. Wer austeilt, muss sich zumindest selbst auch mal einen mitgeben. In der Abteilung Humor im Journalismus gilt deshalb das Gleiche wie bei unsicherer Quellenlage: Im Zweifel lieber lassen.

Fünftens: An Influencern führt kein Weg vorbei, aber es müssen keine Instagram-Vertriebshelden sein. Als die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter im vergangenen Jahr Greta Thunberg für einen Tag das Blatt machen ließ, rauschten die Digital-Abos nur so rein, mehrere Tausend waren es an einem Tag. Prominenz erhöht die Reichweite und hilft dabei, Botschaften zu vermitteln. Faustregel: Promis sollten als Menschen rüberkommen, nicht als Funktionäre. Den Filmstar über Politik reden lassen und die Politikerin über Filme kann beide glaubwürdiger machen, wenn sie es denn ehrlich meinen. Junge Leute sind geübt darin, zwischen echter Authentizität und inszenierter Nahbarkeit zu unterscheiden.  

Sechstens: Vielfalt zählt – und zwar nicht nur als Ankreuz-Übung. Junge Leute erwarten, dass ein Programm oder eine Marke die Welt so abbildet, wie sie sie erleben. Sie mögen sich mit Protagonisten identifizieren können und vielleicht sogar selbst etwas beitragen. Dazu gehören eine Sprache, die ebenso locker wie respektvoll ist und Inhalte, die – siehe oben – etwas mit ihrem Alltag zu tun haben. Nachrichten sollten nützlich sein und Spaß machen, lautete das Fazit einer Studie über junge Journalismus-Nutzer, die der Marktforscher Flamingo gemeinsam mit dem Reuters Institute 2019 veröffentlicht hatte. Konstruktiver Journalismus, der die Welt mit Perspektiven weit öffnet, kommt bei der jungen Generation deshalb besonders gut an. Faustregel: Man darf dem Publikum ruhig etwas zutrauen. Der Erfolg von wissenschaftsgetriebenen Formaten wie Brainstorm des irischen öffentlich-rechtlichen Senders RTE oder des Magazins Katapult sind Belege dafür. Dumm für Kostenkiller, dass hintergründiges Berichten meist aufwändiger ist als das fixe Wegmelden nach Methode Copy and Paste. Aber die schnelle Nachricht gibt’s eben heute überall. Man könnte sagen: Junge Leute sind Journalismus-Gourmets.  

Siebtens: Journalismus muss leicht zugänglich und gut aufbereitet sein. Die Digitalisierung trainiert alle Generationen auf Bequemlichkeit, Amazon, PayPal, Spotify und Co. haben den Gold-Standard für Nutzerfreundlichkeit gesetzt. Die alte Welt, in der man noch Gebrauchsanleitungen las, sich Telefonnummern notierte und zum Kiosk an der Ecke ging, verschwindet. Für den Journalismus heißt das: Er muss dahin, wo die Nutzer sind und es ihnen leicht machen. Die oben erwähnte amerikanische Studie sagt: Verständnishürden und mangelndes Selbstbewusstsein im Umgang mit Medien seien die Hauptgründe, warum Menschen um Nachrichten einen Bogen machen. Im Zweifel schlägt die interaktive Infografik mit drei Bullet-Points den 200-Zeilen-Leitartikel. Das ist bitter für manche Autorinnen und Autoren. War Komplexität früher ein Ausweis von Qualität, muss sie heute gut begründet sein. Leider kaschiert sie allzu oft nur Dünkel oder schiere Bequemlichkeit.

Diese Kolumne erschien am 17. Mai 2021 bei Medieninsider, wo ich monatlich zu Medienthemen schreibe.