Generation Haltung: Warum Journalismus im KI Zeitalter mehr davon braucht

In Redaktionen schwelt ein Generationenkonflikt, und der hat nichts mit Technologie zu tun. Vielmehr berührt er den Kern dessen, was dort tagtäglich erschaffen wird. Haltung oder Meinung, Objektivität oder eigene Perspektive – Welten scheinen da aufeinander zu prallen. „Wie halten sie es mit dem Aktivismus?“ – Journalisten, die in den Beruf einsteigen, sind gut beraten, sich vor dem Vorstellungsgespräch auf diese oder ähnliche Fragen vorzubereiten.

Vor allem in öffentlich-rechtlichen Medienhäusern stöhnen ältere Kollegen, man müsse jungen Bewerbern heutzutage erst einmal erklären, was Journalismus überhaupt sei. Jene wollten vor allem Meinung machen – und immer nur über sich selbst berichten. Die Jungen wiederum sind entschieden, wenn es um Konzepte wie Objektivität, Neutralität oder Unvoreingenommenheit geht. Die view from nowhere, wie es im amerikanischen Journalistenschul-Slang heißt, existiere nicht. Jeder bringe seine Perspektive mit, schon die Auswahl der Themen und Fakten sei subjektiv. Objektivität sei „Aktivismus für den Status quo“, so formulierte es kürzlich eine junge Journalistin in einem Seminar.

Das Publikum wiederum scheint sich nicht so sicher zu sein, was es will. Laut dem aktuellen Digital News Report bevorzugt die große Mehrheit der Befragten weiterhin einen Journalismus, der verschiedene Perspektiven präsentiert. Diejenigen, die angaben, sie suchten in den Medien bewusst nach ihren eigenen oder gegensätzlichen Standpunkten, sind nach wie vor in der Minderheit. Dies hatte übrigens auch eine qualitative Studie der Mediengruppe Wiener Zeitung zu den Vorlieben der Gen Z ergeben. „Junge Erwachsene haben ein klares und klassisches Verständnis von Qualitätsjournalismus. Sie erwarten inhaltliche Korrektheit, gründliche Recherche, Objektivität, Unabhängigkeit, Transparenz sowie Perspektivenvielfalt“, heißt es dort über eine repräsentative Stichprobe aus Österreich.

Analysiert man allerdings das Verhalten der Nutzenden, punkten vor allem News Creator mit einer ganz persönlichen Handschrift oder Stimme. Nur drei oder vier der 70 für die zweite Next Gen News Studie befragten Creators hätten angegeben, dass ihnen Objektivität wichtig sei, sagt George Montagu, der die Studien für FT Strategies betreut hatte. „Sie sagten auch so etwas wie: ‘Mein Publikum kommt nicht zu mir wegen langweiliger Ausgewogenheit; sie kommen, weil sie mich und meine Meinung wertschätzen.‘“ Wie lässt sich dieser Widerspruch auflösen?

Zunächst einmal muss man sich dafür den Begriff Haltung vornehmen. Dieses kraftvolle deutsche Wort, das sich übrigens schwer ins Englische übersetzen lässt, ist in den vergangenen Jahren in Verruf gekommen – sehr zu Unrecht. Haltung symbolisiert Rückgrat und Standfestigkeit. Wenn Medienkritiker von „Haltungs-Journalismus“ sprechen, verwenden sie den Begriff in der Regel verächtlich und synonym für „Meinungsmache“. Das ist traurig. Denn auch ältere Kollegen werden zugestehen müssen, dass Journalismus ohne Haltung unmöglich ist. Ein Grundverständnis von Recht und Unrecht ist immerhin der Startpunkt vieler Recherchen. Wer journalistisch arbeitet, steht außerdem unter dem besonderen Schutz der Verfassung. Im Gegenzug verschreibt er sich dafür einem Korsett journalistischer Werte. Erhalt der Demokratie, des Rechtsstaats, der Grundwerte gehören dazu. Nach dem Zweiten Weltkrieg bekamen nur jene Bewerber eine Zeitungs- oder Sende-Lizenz, denen die Alliierten eine solche Haltung abnahmen.

Manch einer mag behaupten, dass auch jemand wie Benjamin Berndt eine Haltung hat. Berndt ist Host des Podcasts „ungeskriptet“ und lässt alle seine Gäste unwidersprochen reden, auch wenn sie Blödsinn von sich geben, gar gegen Gesetze verstoßen. Er nennt das Meinungsfreiheit. Dabei hält er ihnen praktisch nur einen Lautsprecher hin. Man könnte das „Scheißegal-Haltung“ nennen, eine journalistische ist es nicht. Es ist ein gutes Zeichen, wenn junge Journalisten da rotsehen.

Das Komplizierte mit der Haltung ist allerdings, dass sie sich mit der Gesellschaft weiterentwickelt – ganz ähnlich wie die Verfassung. So fand zum Beispiel der Schutz der Umwelt als Staatsziel erst 1994 und damit 45 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes Eingang in dasselbe, erst 2021 erweiterte das Bundesverfassungsgericht dieses Ziel auf die Klimaneutralität. Klimajournalismus ist deshalb keine Option, sondern eine Frage der Haltung.

Im Zusammenspiel zwischen Gesellschaft, Politik und Justiz sind im Verlauf der Jahrzehnte auch andere Grundsätze neu und meistens weiter interpretiert worden. Es ist also nur richtig, wenn sich junge Journalisten auf dem Boden einer lebendigen Verfassung eine andere Haltung zu eigen machen als Kollegen, die ihr Handwerk vor 30 Jahren gelernt haben.

Das heißt nicht, dass die Berufseinsteiger Fakten ignorieren und nur im eigenen Kopf recherchieren wollen – so manch einer unbeholfenen „Ich-Geschichte“ zum Trotz, wie sie bei Älteren verpönt ist und auch der Autorin dieser Kolumne immer noch fremd. Junge Journalisten schätzen es durchaus, unterschiedliche Sichtweisen einzufangen. Aber sie legen womöglich andere Maßstäbe an als ihre Vorgesetzten – und das entspricht zumindest einem Teil ihres Publikums.

Nic Newman, langjähriger Lead Autor des Digital News Reports, weiß durch die Arbeit mit Fokus-Gruppen, dass junge Menschen durchaus Meinungs- und Perspektivenvielfalt im Journalismus schätzen. Allerdings sei Fairness gegenüber verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen ein zentraler Wert für sie. Das mache Diskriminierung jeglicher Form für sie inakzeptabel.

Vom Thema Haltung ist es dann wiederum ein kurzer Weg zum Aktivismus, ein ebenso weiches Konzept. Um den Klimajournalismus-EBU-News-Report „Climate Journalism That Works: Between Knowledge and Impact“ entspann sich zum Beispiel nach der Veröffentlichung 2023 eine interessante Debatte: Impact, also Wirkung, sei kein journalistisches Ziel, meinten einige Kollegen. Dem lässt sich entgegenhalten: Kann Journalismus, der nichts bewirkt, überhaupt guter Journalismus sein? Oder handelt es sich dann schlicht um eine Fehlinvestition von Ressourcen?

Nur wenige Redaktionsleiter alter Schule werden sich so äußern wie die Chefredakteurin der größten dänischen Tageszeitung Politiken. Politiken sehe sich in einer aktivistischen Tradition, hatte Amalie Kestler vor einiger Zeit gesagt. Man habe seit 1884 Projekte initiiert, um der Bevölkerung zu helfen. Aber selbst die Öffentlich-Rechtlichen, die so sehr auf ihre Neutralität pochen, sammeln zum Beispiel nach Naturkatastrophen regelmäßig Spenden. Wenn das kein Aktivismus ist.

Die Seminarteilnehmer, deren Aussagen mich zu dieser Kolumne inspiriert haben, hatten kluge Gedanken dazu, wo Aktivismus beginnt, und wo er aufhört. Hier eine Auswahl an Zitaten: „Aktivismus hat ein Kommunikationsziel, Journalismus nicht.“ „Anders als Aktivismus lässt Qualitätsjournalismus dem Gegenüber Raum.“ „Journalismus gibt Aktivisten Tools an die Hand, Daten und Fakten.“ Aber manchmal, da herrschte Einigkeit, müsse Journalismus eben aktivistisch sein und für Werte einstehen. Man kann nur hoffen, dass solche Debatten auch in Redaktionen ergebnisoffen geführt werden.                   

Im KI-Zeitalter dürfte Haltung für den Journalismus übrigens noch wichtiger werden. Ja, womöglich ist sie das, was ihn überhaupt erst ausmacht. Chatbots haben nämlich keine.

Diese Kolumne erschien zuerst bei Medieninsider am 14. August 2026. Meine neueren Kolumnen dort kann man mit einem Medieninsider-Abo lesen.

Creator oder Traditionsmarken: Wer bekommt die Jungen?

In der Schweiz stand am 8. März 2026 viel auf dem Spiel, das hatten die Menschen offensichtlich verstanden. Mit deutlicher Mehrheit votierten sie zum zweiten Mal gegen eine von Rechtspopulisten eingereichte Initiative gegen den öffentlich-rechtlichen Sender SRG. Die Initiatoren wollte dessen Budget nahezu halbiert sehen. Einen solchen Kahlschlag – noch nicht einmal die Washington Post hat es derart schlimm erwischt – hätte das Medienhaus in seiner gegenwärtigen Vielfalt nicht überlebt, hatten Beobachter gewarnt.

Die Motive der rechten Bewegungen, die auf Propaganda-Kanäle statt unabhängigen Journalismus setzen, sollen an dieser Stelle nicht diskutiert werden. Aber es kursiert in Teilen der Bevölkerung auch hierzulande das Gefühl, das Modell der Öffentlich-Rechtlichen sei zumindest in die Jahre gekommen. Viele von diesen Kritikern nutzen die Sender linear und finden ein an Interessen der Generation 70plus ausgerichtetes Programm vor. Tatsächlich werden die Älteren und Alten mit einem unverhältnismäßig großen Teil der Budgets bedient. Was aber oft übersehen wird: Die Funkhäuser bemühen sich in einer Weise – und erfolgreich – um junge Nutzende, wie es sich die meisten kommerziellen Verlage nicht leisten können. Und das ist existentiell. Denn die Zukunft des Journalismus wird nicht im Wettbewerb zwischen Privaten und Öffentlich-Rechtlichen entschieden, sondern in der Frage, ob sich interessengeleitete Creator gegen Marken durchsetzen können, die journalistischen Werten verpflichtet sind.

In der Forschung ist die Beweislage noch begrenzt, aber die Erkenntnisse zu den Nutzungsgewohnheiten und Präferenzen junger Menschen klaffen auseinander. Da sind einerseits die global ausgerichteten Studien wie die unbedingt empfehlenswerte, von FT Strategies und Knight Lab betreute „Next Gen News“ Reihe, deren zweiter Teil kürzlich erschienen ist. Sie untersucht und vergleicht das Medienkonsumverhalten junger Menschen in den USA, Brasilien, Großbritannien, Nigeria und Indien. Die für Medienmacher erfreuliche Botschaft darin ist, dass sich junge Menschen durchaus für Journalismus und speziell auch Nachrichten aus Politik und Wirtschaft interessieren. Sie steigen sogar regelmäßig tiefer ins Quellenstudium ein, wenn sie ein Thema packt. Allerdings vertrauen sie Individuen – News Creators, Newsfluencers, wie auch immer man sie nennen mag – unter dem Strich mehr als traditionellen Medienmarken.

Dabei gibt es einen Zusammenhang: Je weniger Vertrauen die jungen Leute in ihrem jeweiligen Land den etablierten Marken schenken, desto mehr Raum haben entsprechende Einzelkämpfer. So hat es George Montagu in einem Interview beschrieben, der beide Studien für FT Strategies verantwortet hat. Die Gründe sind offensichtlich: Erfolgreiche Creator wirken authentisch und nahbar, sie entwickeln gezielt Formate, die bei ihrem speziellen Publikum ankommen und wählen die Inhalte erst dann entsprechend aus. Sie kehren damit den journalistischen Produktionsprozess um, der gewöhnlich bei der Idee oder dem Thema startet und das Format erst später bedenkt. Auch Forschung des Reuters Institutes hat den Creator-Trend aufgenommen.

Allerdings gibt es unter den fünf von den „Next-Gen-News“-Rechercheuren untersuchten Märkten nur einen mit einer starken öffentlich-rechtlichen Institution, nämlich der BBC in Großbritannien. Die Studie des Zentrums Medienwissen der Mediengruppe Wiener Zeitung, die übrigens auch öffentlich finanziert ist, hat leicht abweichende Erkenntnisse zutage gefördert. Junge Menschen in Österreich und Deutschland vertrauen den etablierten Marken stark und nutzen sie auch. Beliebt sind insbesondere das öffentlich-rechtliche ZIB (Zeit im Bild vom ORF) und die deutsche Tagesschau, die seit Jahren das erfolgreichste nachrichtliche Angebot auf Social Media bereithält. Und jung ist in diesem Fall ernst zu nehmen. Es geht um Nutzende in den 20ern, nicht um die 40- bis 50-Jährigen, die von manch einem etablierten Medium als jung definiert werden, weil der Altersdurchschnitt der Leser über 60 liegt. Nach diesen Erkenntnissen punkten News Creator eher dann, wenn sie eine spezielle Nische außergewöhnlich gut bedienen und dort große Kompetenz und Nahbarkeit zeigen.

Viele von den hierzulande erfolgreichen Creatoren sind übrigens über öffentlich-rechtliche Kanäle großgeworden. Eine dieser Talent-Schmieden ist in Deutschland das Jugendnetzwerk Funk von ARD und ZDF. Dessen Macher investieren große Mühe darin herauszufinden, welche Gruppen von jungen Nutzenden noch nicht besonders gut erreicht werden. Speziell für diese werden dann Formate entwickelt. Funk-Geschäftsführer Philipp Schild nennt als Beispiel das Format sag_mal. Datenanalysen hätten vor einiger Zeit ergeben, dass Funk eher ein urbanes Publikum anziehe, heimatverbundene junge Menschen aus ländlichen Räumen hätten sich nicht mitgemeint gefühlt. „Sag mal“ wurde speziell für diese Zielgruppe entwickelt und habe sich dann als eines der erfolgreichsten Funk-Formate etabliert. Eine solche Portfolio-Steuerung, wie sie auch die Tagesschau betreibt, können sich nur öffentlich-rechtlich Medienhäuser mit ihren Millionenbudgets leisten. Tatsächlich müssen sie es auch: Sie sind qua Auftrag dazu verpflichtet, alle Bevölkerungsgruppen zu erreichen; schließlich zahlen auch alle Haushalte für sie.

Natürlich gibt es auch in kommerziellen Verlagshäusern Bestrebungen, junge Nutzende zu erreichen. Die Erfolge mit Jugendmarken, die sich im Format kaum vom (ins digitale übertragenen) Print-Angebot unterscheiden, waren und sind dabei allerdings mäßig. So hatte Der Spiegel seine Jugendmarke bento 2020 eingestellt. Ähnlich erging es ze.tt von der Zeit, das zunächst vom paid-Angebot zu Zeit Online wanderte und auch dort keine eigene Rubrik mehr ist. Jugendmarken funktionierten in den allerseltensten Fällen, sagt auch der langjährige Lead Autor des Digital News Reports, Nic Newman – es sei denn, man nutze sie dazu, etwas über die Bedürfnisse junger Menschen zu lernen und das dann im etablierten Angebot einzuarbeiten.

Dazu müssen sich Verlage aber von den eigenen Plattformen wegbewegen. Das tun sie ungern, weil die Monetarisierung dann schwieriger bis unmöglich wird. Aber obwohl in jüngster Zeit viel vom Peak Social Media die Rede ist – die Medieninsider-Kolumne vom November 2025 hatte das thematisiert – lassen sich junge Nutzende derzeit fast ausschließlich über die Sozialen Netzwerke mit Journalismus erreichen. Anbieter wie der belgisch-niederländische Mediahuis Konzern probieren deshalb, eine neue Formatsprache für die Generation Z zu entwickeln, die sich auch zu Geld machen lässt – allerdings über Werbung oder gesponsorten Content. Spil News heißt das Experiment. Die Funke-Mediengruppe ist dabei, es ihnen nachzutun.

Dennoch gibt es kaum ein privates Medienhaus, das sich darum bemüht, ganz junge Medienkunden zu erreichen. Dies rechne sich einfach nicht, heißt es immer wieder. Vor dem Abschluss der Berufsausbildung und der Familiengründung zahlen nur sehr wenige junge Menschen für Medienprodukte, selbst wenn sie in Umfragen Zahlungsbereitschaft bekunden. Dort, wo streng gerechnet wird, hilft es wenig, wenn Berater betonen, man müsse das Bespielen von Social Media als Investition in die Zukunft betrachten.

Dies bedeutet aber nicht, dass sich die jungen Leute nicht informieren wollen. Gibt es kein Angebot einer vertrauenswürdigen Marke, die sie womöglich aus dem Elternhaus kennen, folgen die Jugendlichen dann eben Influencern oder Creatoren. Wenn man Glück hat, verstehen die sich als Journalisten, wenn man keins hat, eher nicht. Auf diese Weise bekommen junge Generationen aber gar keinen Begriff davon, was unabhängiger Journalismus ist und welchen Werten er sich verpflichtet. Gut möglich, dass sie der Branche dann für immer verlorengehen.

Krisen, wie nun der Krieg im Nahen Osten, sind dabei wichtige Gelegenheiten für Medienmarken, um den Unterschied zwischen Influencer-Content und faktentreuem Journalismus herauszuarbeiten. Die traurigen, mutmaßlich unter Druck entstandenen Versuche von Lifestyle-Multiplikatoren, die Bomben über den Golf-Staaten wegzulächeln, kontrastieren in den sozialen Netzwerken drastisch mit Stories von Hotel- und Kreuzfahrturlaubern unter Drohnen-Beschuss, wie sie Reporter liefern. Wer es jetzt nicht hinbekommt, allen Generationen den Wert von unabhängigem Journalismus zu vermitteln, wird es in Friedenszeiten erst recht nicht schaffen. 

Diese Kolumne erschien bei Medieninsider am 9. März 2026.      

     

Gen Z und News: Was junge Menschen vom Journalismus erwarten – eine qualitative Studie

Es gibt viele Annahmen zum Medienkonsum von jungen Menschen – und für die meisten gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Die viel beschriebene Gen Z interessiert sich nämlich durchaus für Journalismus, sie schaut nicht nur kurze Videos sondern vertieft sich gerne in Inhalte, wenn sie sich davon angesprochen fühlt. Dies haben Jana Koch von der Mediengruppe Wiener Zeitung in unserer Studie „Knapp daneben ist auch vorbei“ herausgefunden, die am 8. April 2026 erschienen ist. Jana hat in Österreich mit jungen Menschen und Medienschaffenden gesprochen, ich habe internationale Experten interviewt. Herausgekommen ist ein 150-seitiges Buch (siehe unten). Darin kann man lesen: Die meisten Redaktionen haben durchaus Ideen, wie man junge Leute ansprechen könnte. Aber das Tagesgeschäft ist geprägt von Routinen, die Kolleg:innen im Alter der Zielgruppe kopieren aus guten Gründen das Althergebrachte, statt Neues zu entwickeln, es wird mehr über als mit jungen Menschen gesprochen. Was auf jeden Fall schiefgeht: sich anzubiedern. Das haben uns gleich mehrere Experten gesagt. Cool können junge Leute nämlich selbst. Sie erwarten von Medienhäusern, sie verständlich und zuverlässige darüber aufzuklären, was in der Welt passiert, die Themen können dabei ruhig schwierig sein.  Die Studie kann man in voller Länge hier herunterladen, zum Reinlesen gibt es ein Executive Summary. Und die Experten-Interviews findet man im Wortlaut hier.